Umzug und Gewächshausbau – Teil 1

Hallo meine Lieben,

wir sind endlich umgezogen und die Pflanzen brauchen jetzt eine neue Bleibe. Und da wir dieses Mal keinen großen Balkon haben, sondern den Garten nutzen können, sollte einem Gewächshaus nichts im Wege stehen. Den Vermieter schnell gefragt und der gab sein Ok. Also ging es an die Planung!

Ein Grund, aus dem wir umziehen wollten und mussten, war, dass ich mit meinem Geschäft expandieren möchte. Bislang habe ich alle in einem kleinen Keller, der ungefähr 4 x 1,60 m groß war, gelagert und hergestellt.

Der Keller ist geblieben aber mit einem großen Unterschied. In ihm wird nur noch verpackt und fertige Waren gelagert. In der Garage gibt es genügend Stauraum für alle Vorräte und auch Platz zum Herstellen. Und die Pflanzen kommen halt in ein Gewächshaus mit 4,23 qm Fläche.

Die Schwierigkeit bestand nun darin zum einen unsere Wohnung von A nach B zu bringen und dann letztendlich auch meine Geschäftsausstattung und die Pflanzen. Dabei durfte der Geschäftsbetrieb nicht gestört werden.

Umzug Pflanzentransport
Pflanzentransport

Als dann Tag X kam brachte ich alles innerhalb von 3 Tagen rüber und die Pflanzen wurden im Garten aufgestellt. Ohne Schutz und den Wildtieren ausgesetzt.

Das Gewächshaus wurde natürlich auch geplant aber an einer völlig falschen Stelle. Es stellte sich im späteren Verlauf heraus, dass der Nachbar seine Garage erweitern möchte und das Gewächshaus somit zu 90% im Schatten stehen würde.

Daher wurde ein neuer Standort ausgewählt. Dieser stellte sich im Nachhinein als noch besser dar. Zunächst wird sehr viel mehr Sonne die Pflanzen erreichen und zum anderen kann ich ein wesentlich größeres Gewächshaus erstellen.

Bis zum Bau dauerte es noch gefühlt 100 Jahre und daher baute ich den Pflanzen einen provisorischen Schutz, damit sie vor Regen und Wind teilweise geschützt sind. Gleichzeitig konnten die Fallen Insekten fallen, was sie auch ununterbrochen taten.

Wir wohnen genau am Waldrand und was hier alles an Insekten unterwegs ist, der Wahnsinn. Bei den Venusfliegenfallen hat fast jede Falle etwas gefangen.

Und dann kam endlich der große Tag! Morgens um 7 Uhr stand ich im Baumarkt auf der Matte und kaufte sechs Rasenkantsteine á 100 x 25 x 5 cm und vier Rasenkantsteine á 50 x 25 x 5 cm. Dazu noch ein paar Balken und Winkel.

Rasennarbe ausstechen
Rasennarbe ausstechen

Daheim angekommen mussten zunächst die Pflanzen von A nach B geschleppt werden, da sie den Bauplatz okkupierten. Dann konnte ich die Rasenkantsteine drapieren und mit einem Spaten wurden außen die Kante gestochen. Danach konnte die Rasennarbe abgetragen werden.

Hiernach konnte der erste Stein gesetzt werden. Dieser musste natürlich perfekt liegen, weil die Höhe der anderen Steine sich an diesem einen orientierte.

So ging es dann Stein für Stein. Erst den Untergrund erstellen und dann den Stein ausrichten, bis ein Ring entstand. Das äußere Fundament war fertig!

Steine legen
Steine legen

Am zweiten Tag des Wochenendes ging es dann erneut zum Baumarkt. Unseren Dacia erwartete eine Herkules-Aufgabe. 10 Gehwegplatten 50 x 50 cm mit 288 kg Gewicht, 75 kg Splitt, 40 kg Füllmaterial, Holzbalken und noch ein paar Kleinigkeiten. Total fast 420 kg. Und mein dicker Hintern musste auch noch kutschiert werden.

Daheim wieder alles ausladen und anfangen das Loch auszufüllen. Danach alles verdichten und den Splitt langsam einfüllen. Natürlich wieder verdichten.

Den Splitt so verteilen, dass die Platte danach gerade liegt und voilá. Klingt einfacher als es ist. Es herrschten 30 Grad draußen und ich war sechs Stunden damit beschäftigt. Nachdem der letzte Stein an seiner Stelle war, merkte ich, dass ich heute etwas geschafft hatte.

Holzfundament erstellen
Holzfundament erstellen

Aber ich war noch nicht fertig. Ich wollte unbedingt noch die Balken auf dem Fundament hinlegen und aneinander verschrauben. Ein Winkel in jeder Ecke und mindestens 2 Schrauben auf jeder Seite sollten ausreichen. Eventuell werde ich noch auf der Rückseite beide Balken verbinden, damit sich da gar nichts mehr bewegt.

Das wichtigste habe ich aber noch nicht gemacht, nämlich das Grundgerüst am Fundament befestigen. Und hier muss ich zugeben, dass ich gar keine Ahnung habe. Zunächst habe ich lange Winkel so installiert, dass sie wie Haken funktionieren. Die eine Hälfte wird unter das Fundament geschoben, die andere Hälfte am Holz befestigt. Nachdem ich das gemacht hatte, musste ich feststellen, dass es gar nicht so gut funktionierte, wie ich es wollte.

Letztendlich werde ich mir jetzt 6×30 Dübel* von Fischer besorgen und die Holzbalken direkt mit dem Fundament verbinden. Die äußeren Haken bleiben jedoch als letzte Sicherung gegen das Abheben des Gewächshauses installiert.

Meine Werkzeuge und das meiste Material findest du hier:

  1. Schrauben, kurz*
  2. Schrauben, lang*
  3. Kapp- und Gehrungssäge*
  4. Stichsäge*
  5. Akkuschrauber*

Man merkt, dass ich in diesem handwerklichen Gebiet nicht sonderlich bewandert bin. Ich bin aber guter Dinge, dass das Häusle am Ende stehen und nicht umfallen wird.

Schau noch einmal in ein paar Tagen vorbei, wenn ich Richtfest feier! Die Pflanzen werden dann bereits eingezogen sein und für den Innenraum plane ich eine automatische Bewässerung, damit ich mich um fast gar nichts mehr kümmern muss.


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