Fleischfressende Pflanzen in Deutschland & im Garten

Auf der gesamten Welt und ihren Regionen kommen Karnivoren vor. Dabei wird in vier Gattungen mit insgesamt 13 Arten, wovon einige fleischfressende Pflanzen in Deutschland heimisch geworden sind, unterteilt. Einige sind winterhart, andere hingegen nur bedingt. Um in Deutschland heimische Arten handelt es sich um zwei Fettkräuter (Pinguicula), sieben Wasserschläuche (Utricularia), drei Sonnentaue (Drosera) und eine Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa).

  • Die heimischen Sonnentaue heißen Drosera anglica, Drosera intermedia und Drosera rotundifolia.
  • Die hiesigen Wasserschläuche sind Utricularia australis, Utricularia bremii, Utricularia intermedia, Utricularia minor, Utricularia ochroleuca, Utricularia stygia und Ultricularia vulgaris.
  • Bei den Fettkräutern handelt es sich um die Arten Pinguicula alpina und Pinguicula vulgaris.
  • Und Aldrovanda vesiculosa ist die heimische Wasserfalle.

Fleischfressende Pflanzen in Deutschland

Während die Fettkräuter und die Wasserfalle das steinige Gebirge bevorzugen, lieben die Arten des Sonnentaus feuchte Moorgebiete.

In Baden-Württemberg, in den Mooren der Naturschutzgebiete und in Mecklenburg-Vorpommern – an Weihern und Gewässern der Seenplatte – sind der rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), das gemeine Fettkraut (Pinguicula vulgaris) und einige Wasserschläuche (Utricularia) zu finden.

Auch im Norden Deutschlands, vor allem in Niedersachsen (Ostfriesland) und Schleswig Holstein, können diese atemberaubenden Pflanzen in freier Natur angetroffen werden.

Leider ist ein Rückgang des natürlichen Lebensraums fleischfressender Pflanzen zu verzeichnen. Daher sinkt auch ihre Anzahl, weshalb sie unter Naturschutz stehen.

Fleischfressende Pflanzen im eigenen Garten

Zum Glück gibt es viele Züchter, die hiesige Arten ziehen. Diese Züchtungen kann man dann in seinem eigenen Garten pflanzen und einen Beitrag zum Erhalt dieser Arten leisten. Ein passenden Buch hierzu hat Erich Maier hierzu geschrieben. Dieses Buch (Blühende Mini-Moore: Für Garten, Terrasse und Balkon*) zeigt anschaulich, wie man fleischfressende Pflanzen in den eigenen Garten bringt und das Moor pflegt.

Unsere Pflanzen haben, wie bekannt sein sollte, ganz andere Anforderungen als die üblichen Gartenpflanzen. Damit die Karnivoren auch im Garten kräftig wachsen und gesund bleiben, ist zunächst der Standort sehr wichtig.

Unsere hiesigen Pflanzen sind in Mooren heimisch. Hier gibt es keine Bäume, die Schatten spenden. Daher ist ein vollsonniger Platz, der aber gleichzeitig vor unbeständigem Wetter (Hagel und Sturm) schützt, notwendig.

Somit ist beim Einpflanzen der fleischfressenden Pflanzen darauf zu achten, dass kleinere Arten (Drosera, Dionaea muscipula) im vorderen Bereich und die größeren Gewächse (Sarracenia (hier auch auf die Größe achten)) hinten angeordnet werden, damit alle Pflanzen genügend Sonnenlicht erhalten.


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